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Naturschutz-Notruf
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In Niederösterreich gelten grundsätzlich die Bestimmungen nachfolgender Gesetze:

Forstgesetz 1975

Die forstgesetzlichen Bestimmungen betreffend das Sammeln von Pilzen und Waldfrüchten dienen dem Schutz des Waldbodens und des biologischen Gleichgewichts des Waldes.

Nach dem ForstG (§ 174 Abs. 3 lit. b Z 2 und lit. d) begeht eine Verwaltungsübertretung, wer:

  • sich unbefugt Pilze in einer Menge von mehr als 2 kg pro Tag aneignet;
  • Pilz- und Beerensammelveranstaltungen durchführt oder daran teilnimmt;
  • sich unbefugt Früchte oder Samen der im Anhang des ForstG angeführten Holzgewächse zu Erwerbszwecken aneignet.

Als „unbefugt“ gelten nach § 174 Abs. 5 insbesondere jene Personen, die nicht Waldeigentümer, Fruchtnießer oder Nutzungsberechtigte sind und auch nicht im Auftrag oder mit Wissen dieser Personen handeln.

Diese Verbote sind von der Forstbehörde und Forstschutzorganen (Hilfsorgane der Forstbehörde) zu kontrollieren, entgegen dem Verbot gesammelte Pilze oder Waldfrüchte können beschlagnahmt werden. Zudem kann diese Kontrolle auch von den Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes (Polizei) wahrgenommen werden.

Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)

§ 354: Als ein Recht betrachtet, ist Eigentum das Befugnis, mit der Substanz und den Nutzungen einer Sache nach Willkür zu schalten und jeden Andern davon auszuschließen.

NÖ Naturschutzgesetz 2000 (2012)

Im § 11 des NÖ NSchG 2000 ist das Betreten de geschützten Flächen eines Naturschutzgebietes im Absatz 4 genau geregelt:

(4) In Naturschutzgebieten ist jeder Eingriff in das Pflanzenkleid oder Tierleben und jede Änderung bestehender Boden- oder Felsbildungen verboten. Weiters ist das Betreten außerhalb der gemäß Abs. 5 in der Verordnung bezeichneten Wege und Bereiche verboten. Von dem Betretungsverbot sind die Eigentümer, die Nutzungsberechtigten und diejenigen Personen ausgenommen, denen dies aufgrund eines gesetzlichen Auftrages (z.B. Forstschutzorgane, Jagd- und Fischereiaufsichtsorgane, Organe der Naturschutzbehörde) gestattet ist. 

Daher ist sinngemäß auch das Sammeln von Pilzen in keinem der NÖ Naturschutzgebiete gestattet.

Nationalparks müssen aktive Zentren des Naturschutzes bleiben, wo alle Arten, auch Beutegreifer Platz UND Unterstützung finden!

Mitte Februar haben Kärntens Politik, Jägerschaft und Grundbesitzer im Nationalpark Hohe Tauern Kärnten ein Jagdüber-einkommen vereinbart, nach dem „Raubwild“ im Nationalpark nur geduldet und nicht aktiv gefördert werden soll. Einmal mehr werden die Interessen einiger Weniger zum Schaden ganzer Ökosysteme bedient. Im Anlassfall ist durch das Abkommen sogar zu befürchten, dass die internationale Anerkennung des Nationalparks Hohe Tauern durch die IUCN zurückgenommen wird. Allgemein gilt: Nationalparks sind unsere Kronjuwelen im Naturschutz. Diesen Schatz müssen wir hüten und dürfen ihn nicht aufs Spiel setzen!

Bitte weiterlesen und DIE PEDITION UNTERSCHREIBEN unter
https://naturschutzbund.at/newsreader-36/items/naturschutzbund-petition.html