Naturschutzgebiet EICHKOGEL
Das Naturschutzgebiet Eichkogel ist rund um den 367 m hoch gelegenen „Gipfel“ auch bewaldet. Von einer forstwirtschaftlichen Nutzung ist weit und breit nichts zu sehen. Die Bäume fallen fast reihenweise um und nachdem wir nicht die Waldbesitzer sind, dürfen wir auch das Totholz nicht entfernen.
Wir mussten daher einerseits auf Anweisung von OBEN das Freischneiden der illegalen Trampelpfade einstellen und müssen andererseits zur Kenntnis nehmen, dass ein Betreten dieser Waldfläche aufgrund des schlechten Zustandes lebensgefährlich ist.
Nachfolgend einige Fotos vom letzten illegalen Versuch, den alten Trampelpfad zu erhalten. Es ist keine Übertreibung, zu behaupten, Bruno W. hätte unter Lebensgefahr gearbeitet.






Fotos: BNW MD
Die Zufahrt ist nur mit einem unserer beiden Lada Taiga – Einsatzfahrzeuge möglich. Erschwerend für uns ist aber die illegale „Aussperrung“ aus dem Naturschutzgebiet durch einen Guntramsdorfer Winzer. Seit fast 50 Jahren konnten wir auch von der Südseite zum Naturschutzgebiet zufahren, was jetzt nicht mehr möglich ist.


BERICHT 1. Teil:
Der EICHKOGEL war immer schon ein Anziehungspunkt für die Mitglieder der Mödlinger Berg- und Naturwacht, wobei sich einige der ältesten schon als Kinder rund um die Reste der FlAK – Stellungen aus dem zweiten Weltkrieg aufgehalten und dann als Pfadfinder jedes Jahr die wunderschönen Blumenwiesen besucht haben. Seit 54 Jahren mussten sie dann den Niedergang dieser ehemaligen Hutweide hautnah miterleben, denn solange „dient“ die Mödlinger BNW schon in diesem Einsatzgebiet. Es wird nicht gerne gehört, aber der Eichkogel wurde zu Tode geschützt. Unsere Erlebnisse könnten Bücher füllen, aber wir arbeiten lieber, um mitzuhelfen zu retten, was noch zu retten ist.
Im Rahmen der ehrenamtlichen Naturschutzarbeit gibt es aber auch immer wieder unerwartete Rückschläge. Ein Weinbauer hat seine Grundstücke jetzt eingezäunt, um sie vor Vermüllung zu schützen. Das ist nachzuvollziehen, hat aber den Nachteil, dass auch die BNW jetzt keine Möglichkeit mehr hat, zum Südhang und den Schutzgebietstafeln, die immer wieder Opfer von Vandalismus werden, zuzufahren. Sie bekommt keinen Schlüssel. Weiters ist auch die Überwachung der Waldbrandverordnung der BH Mödling nur mehr erschwert möglich. Das hat es bis dato noch nicht gegeben.
Nur so nebenbei: im NÖ NSchG § 11 Abs. 4 und § 26 Abs. 1 ist das Zutrittsrecht geregelt.


Fotos: BNW MD
Entsprechend dem Motto der Mödlinger Berg- und Naturwacht NIE AUFGEBEN wurde ein Ausweg gesucht, um zumindest vorübergehend zu den geschützten Flächen auf dem südlichen Teil des Eichkogels zu gelangen. Das ist auch gelungen, die Lada 2 bewältigte die provisorische Strecke souverain. Nun muss der neue „Fahrweg“ noch entsprechend ausgeschnitten werden und das Erfreuliche ist, dass die dazu notwendige Genehmigung seitens der Naturschutzabteilung des Landes NÖ bereits eingetroffen ist.




Fotos: BNW MD
BERICHT 2. Teil:
Am 16. Mai 2022 wurden die über den Weg hängenden bzw. liegenden Bäume abgeschnitten und das Totholz am Waldrand abgelegt. Die in der Mitte eines Teiles des neuen Fahrweges wachsenden Stauden wurden gekürzt, um die Unterböden und Leitungen der Einsatzfahrzeuge nicht zu beschädigen. Das Ganze soll vorerst einmal eine Notlösung sein, die es der Berg- und Naturwacht nun doch ermöglicht, auch weiterhin die südlichen Teile der geschützten Flächen zu erreichen. Aber aus dieser provisorischen Lösung könnte durchaus eine Endlösung werden, denn wir arbeiten zwar ehrenamtlich, aber Bittsteller sind wir sicher nicht.




Fotos: BNW MD
Bei diesem Einsatz wurde auch das neu angeschaffte Kombigerät eingesetzt. Es besteht aus einer Teleskopstange mit einem akkubetriebenen Motor, 2 auswechselbaren kurzen Schneidegeräten, einer Motorsäge und einer Heckenschere. Der Elektromotor läuft relativ leise und umweltfreundlich. Neben einer großen Heckenschere, 2 Motorsägen mit 20cm-Schwert und einer Motorsense ist das nun bereits das 4. Gerät im Einsatz, das nicht mit Treibstoff betrieben wird. Dazu kommen noch akkubetriebene Bohrmaschinen, Sägen usw. Es ist ein kleiner Beitrag zum Umweltschutz, wenn man die künftige Entsorgung der Akkus außer Acht lässt.
BERICHT 3. TEIL






Fotos: BNW MD
Es ist geschafft, der Zufahrtsweg zum Südhang des Eichkogels ist nun für die Berg-und Naturwacht Mödling - und natürlich zahlreichen anderen Nutzern, die nichts dazu beigetragen haben - gut befahrbar. Bruno Wiederkum und zwei Helfer haben die Arbeiten naturschonend in 2 Arbeitseinsätzen zu je 5 Stunden - also in insgesamt 30 Arbeitsstunden - durchgeführt.
Damit ist für uns das leidige Thema behinderte Zufahrt zu den südlich gelegenen Schutzflächen erledigt.
Pflegemaßnahmen auf dem Eichkogel 2019 / 1. Teil
Nachdem die Naturschutzabteilung auch heuer wieder die Mödlinger Berg- und Naturwacht mit Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet EICHKOGEL betraut hat, werden diese seit 24. Juni wöchentlich einmal durchgeführt. Betroffen sind davon die Parzellen 04-19-1 + 2 + 3, 05-19-2 und 13-19-1 + 2. Teilweise gibt es im Herbst eine Nachpflege, wobei dann ein neues Gerät eingesetzt wird. Die Motorsensen sind für das hohe Gras und die Stauden zu schwach. Der erste Teil der Pflegemaßnahmen sollte planmäßig in der KW 36 abgeschlossen sein.
Das neue Gerät ist eingetroffen
Bild 1+2: Gerald Pitsch übernimmt den verpackten Sichelmäher von der Spedition und bringt ihn in sein Getränkelager
Bild 2+3: Bruno Wiederkum baut die Teile zu einem Sichelmäher zusammen und begibt sich auf das "Übungsgelände" vor dem Firmenareal
Mit diesem Gerät werden wir uns beim Mähen im Naturschutzgebiet viel leichter tun, als mit den Motorsensen. Das Gerät ist für hartes Hochgras bestens geeignet und schafft auch Stauden. Der Sulky soll bei größeren Flächen das Arbeiten erleichtert. Die Finanzierung des teuren Gerätes erfolgte mit den Kostenvergütungen für den Maschineneinsatz im Rahmen der jährlichen Pflegemaßnahmen und mit Spenden.
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Fotos: K. Lenk, B. Wiederkum, G. Pitsch
Mähmeister Bruno beim ersten Einsatz auf dem Eichkogel am 29.08.2019
Nun ist auch die letzte zu mähende Fläche planmäßig in der Woche 35 fertig geworden. Das Schnittgut bleibt noch bis 03.09.2019 zu trocknen liegen und wird dann entsorgt. Diesmal wird es wieder eine größere Menge, die in die Mödlinger Saubermacherdeponie gebracht werden muss.
Bild 1: Der Motorradanhänger von BL Lenk ist für den Transport des neuen Sichelmähers bestens geeignet.
Bild 2: Der Sichelmäher wartet vor der Hochgraswiese auf seinen Einsatz.
Bild 3: Mähmeister Bruno vor letzten erlösenden Rund.
Bild 4: Der Einsatz des neuen Geräte darf als voller Erfolg bezeichnet werden.
Im Hintergrund sind die Heinzelmännchen mit den Stahlrechen unterwegs......
Fotos: BNW MD
Wegen des schlechten Wetters wurde nun mit drei Tagen Verspätung das restliche Schnittgut - es waren drei komprimierte Anhängerladungen - auf der Mödlinger Deponie entsorgt. Damit ist der erste Teil der Pflegemaßnahmen 2019 erfolgreich und termingerecht abgeschlossen. Im Oktober werden noch auf zwei Flächen Nacharbeiten durchgeführt. Wir werden versuchen, der wilden Clematis das Wuchern schwer zu machen.
Bild 1: Gras und Stauden werden gehäufelt.
Bild 2: Anhänger und Jeep sind für die erste Beladung in Warteposition.
Bild 3: Anhänger zum dritten und letzten Mal beladen.
Bild 4: Endlich alles sauber, ab zur Entsorgung und anschließend zur "Labestelle".
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Fotos: K. Lenk
Bilder 1-4: Umweltschutzorgan Bruno Wiederkum bei der Bearbeitung der Parzelle 4_19_2 nach der alten Methode.
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Fotos: K. Lenk
