Ladaflotte im Einsatz 2022 08 22 Kopie 7644d

Naturschutz-Notruf
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Wie in den vergangenen Jahren wurde auch heuer wieder die Mödlinger Berg- und Naturwacht mit Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet Eichkogel betraut. Bedingt durch eine verbesserte Ausrüstung ist es möglich, auch das Schnittgut anderer Pflegeteams abzutransportieren.  Der Ankauf eines gebrauchten und neu adaptierten Pongratz-Anhängers ist dabei sehr hilfreich. Die 2m lange, 1,10 m breite und 0,80 m hohe Ladefläche kann doppelt soviel Schnittgut aufnehmen, wie der bisher verwendete kleine Anhänger. Es wurden auch neue Schotterrechen angeschafft, weil bei den herkömmlichen Laubrechen zum Teil die Zinken ausgebrochen sind. Zum Entladen des Schnittguts wurden auch noch 2 Dunghacken angeschafft. Es werden heuer auch vermehrt Akku-Geräte eingesetzt.

Pflegeauftrag seitens der Naturschutzbehörde des Landes:

Maßnahmenplan_Eichkogel_2022_BNW_88140.pdf

Erläuterungen_Pflegeplan_EK_2022_BNW_62cab.pdf

 

22.07.20221. Einsatz auf Parzelle 04_22_3 /  582m² / vollflächiger, bodengleicher Schnitt / 2 UO (Umweltschutz-Organe der BNW MD) / 31°

1. Pflegeeinsatz 2022 07 22 1 bd6e2 1. Pflegeeinsatz 2022 07 22 12 4dfe1 

1. Pflegeeinsatz 2022 07 22 11 dab78 1. Pflegeeinsatz 2022 07 22 16 13e34

1. Pflegeeinsatz 2022 07 22 17 ca7ba 1. Pflegeeinsatz 2022 07 22 19 46a28
Fotos: BNW MD / S+B Wiederkum

 

25.07.2022: 2. Einsatz auf Parzelle 4_22_7 / 497 m² /  Nachpflege nach Beweidung durch Schafe - d.h. Entfernen der verbliebenen Gehölze samt Entsorgung durch BNW, Zusammenrechen Parzelle 4_22_3 /  3 UO / 35°

 2. Pflegeeinsatz Parzelle 4 27 7 gemäht 2022 07 25 1 1e5a5  2. Pflegeeinsatz Parzelle 4 27 7 gemäht 2022 07 25 2 64aaf

Fotos: BNW MD K.Lenk


 

Das Naturschutzgebiet Eichkogel ist rund um den 367 m hoch gelegenen „Gipfel“ auch bewaldet. Von einer forstwirtschaftlichen Nutzung ist weit und breit nichts zu sehen. Die Bäume fallen fast reihenweise um und nachdem wir nicht die Waldbesitzer sind, dürfen wir auch das Totholz nicht entfernen.

Wir mussten daher einerseits auf Anweisung von OBEN das Freischneiden der illegalen Trampelpfade einstellen und müssen andererseits zur Kenntnis nehmen, dass ein Betreten dieser Waldfläche aufgrund des schlechten Zustandes lebensgefährlich ist.

Nachfolgend einige Fotos vom letzten illegalen Versuch, den alten Trampelpfad zu erhalten. Es ist keine Übertreibung, zu behaupten, Bruno W. hätte unter Lebensgefahr gearbeitet.

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Fotos: BNW MD

Die Zufahrt ist nur mit einem unserer beiden Lada Taiga – Einsatzfahrzeuge möglich. Erschwerend für uns ist aber die illegale „Aussperrung“ aus dem Naturschutzgebiet durch einen Guntramsdorfer Winzer. Seit fast 50 Jahren konnten wir auch von der Südseite zum Naturschutzgebiet zufahren, was jetzt nicht mehr möglich ist.


 

Die Naturschutzabteilung des Landes RU5 hat auch heuer wieder die Mödlinger Berg- und Naturwacht mit der Betreuung von Schutzgebietsflächen beauftragt. Die rot umrandeten Flächen werden gemäht bzw. geschwendet, danach wir das Schnittgut entfernt und auf der Saubermacherdeponie Mödling entsorgt. Dazu kommt noch das Entfernen "fremder" Schnittguthaufen aus dem Schutzgebiet.

BNW_Pflegeplan_Eichkogel_2021_40a5b.pdf

Erläuterungen_Maßnahmenplan_Eichkogel_2021_BNW_f168e.pdf

Erläuterungen_Maßnahmenplan_Eichkogel_2021_final10031_fe493.pdf

Der erste Einsatz erfolgte am 12.07.2021. Natürlich ist es nicht jedermanns Sache, bei + 34° unter freiem Himmel zu arbeiten. Erschwerend kommt dann noch dazu, dass nur wenige Helfer der anderen Organisationen sich bei der Arbeit auch Gedanken machen, sonst wäre es nicht möglich, dass sie ihr Schnittgut durchmischt ablagern. Das führt immer wieder zu Verletzungen bei jenen Personen, die mit der Logistik betraut sind.  Vermutlich haben sie auch noch nie mit einer Heugabel gearbeitet und sich damit im beigemischten meterlangen Geäst verfangen.

Daher: Gras auf einen Haufen, ebenso getrennte Lagerung von Ästen und Stämmen. Dornengehölz ist wegen der Verletzungsgefahr überhaupt getrennt abzulagern. Den Rest erledigen wir! 


Bilder:
  BNW MD

1.Gemischter Schnitguthaufen einer unbekannten Gruppe

2. Sortieren des Schnittgutes

3. Verdichten des Schnittgutes im Anhänger

4. Abdecken mit aussortierten Ästen 

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Trotz weiterhin brütender Hitze - weit über + 30 ° - wird von der BNW Mödling das Pflegeprogramm systematisch erfüllt. Endlich ist auch der der Bamato - Hochgrasmäher wieder voll einsatzbereit. Es war nicht leicht, für den 10 PS starken Briggs & Stratton - Motor die erforderlichen Dichtungen zu bekommen. Der Mäher ist uns eine große Hilfe, wenngleich die Bedienung des Gerätes sehr kräfteraubend ist. Aber auch das Arbeiten mit den Motorsensen ist nicht gerade „kreuzfreundlich“.

Im schwierigen Gelände wird auch der kleine, aber sehr massive Anhänger eingesetzt. Er kann ebenfalls sehr viel Schnittgut aufnehmen, das verdichtet ungefähr die doppelte Höhe des Alu - Anhängers ergibt.

Mäharbeiten auf 13_21_1 und 13_21_2

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Vorbereitungsarbeiten für Schnittgutabtransport 13_21_2

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Schnittgutentsorgung  von Parzelle 13_21_2
mit zwei schweren gebremsten Kippanhängern

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Mähen der Parzellen 4_21_1_2

 2. Schnitt, das erste Mal wurde laut Pflegeplan bereits im Juni gemäht.

9. Einsatz 2021 09 08 10 d07109. Einsatz 2021 09 08 13 b4b79

Die vorgebenen Pflegemaßnahmen auf dem Eichkogel schreiten zügig voran. Leider ist die Fertigstellung der Arbeiten sehr stark von jenen fremden Pflegeteams abhängig, deren Schnittgut wir ebenfalls abtransportieren müssen.

Apropos Schnittgut:

7. Einsatz 2021 09 06 6 fc06d

wo früher Kühe, Ziegen und Schafe geweidet haben, sind heute ehrenamtliche Naturschutzorgane, Schulklassen, Langzeitarbeitslose und andere Helfer im Einsatz, um im Auftrag der Naturschutzabteilung des Landes RU5 die Landschaftspflege zu übernehmen. Ist das nicht traurig? Die ehemaligen Hutweiden würden  verbuschen und komplett zuwachsen, gäbe es nicht die Arbeitstrupps, die das Fressen des Futters ersatzweise mit Maschinen übernehmen und das kostbare Grünfutter bzw. das Heu in die Deponie zur Entsorgung bringen. Ist das nicht pervers? Die einzige noch zweckgebundene Nutzung der natürlichen Ressourcen ist die Mahd auf der Westseite des Naturschutzgebietes zwecks Futtergewinnung für Pferde. Aber diese wichtige landwirtschaftliche Nutzung ist gefährdet, weil immer mehr eigennützig handelnde Besucher des Naturschutzgebiets die Hunde freilaufen lassen. Da helfen auch die Hundekot-Sackerln nicht, die als Zierde an der Leine um den Hals getragen werden. Das gilt auch für die 25 m langen Laufleinen. Mit Hundekot vermischtes Heu fressen aber die Pferde nicht, daher weigern sich immer mehr Landwirte, die Wiesen zu mähen.


 Mähen der Parzelle 4_21_3

10. Einsatz 2021 09 13 9 af30810. Einsatz 2021 09 13 15 ba3c3

Schnittgut versorgen Parzelle 4_21_3 (582 m²):

Bei 17° bis 18° Lufttemperatur, Wind und leichtem Regen wurde begonnen, das Schnittgut zusammen zu rechen. Es war eine sehr harte Arbeit, die Hans Bürgmayer an diesem Tag verrichtete. Der äussere Ring ist fertig, jetzt fehlt noch das „Innenleben“.

Die vielen aussenliegenden Wurzeln der Clematis machen uns sehr zu schaffen. Dadurch werden die Arbeiten wesentlich schwieriger und zeitaufwändiger. Sogar die massiven Eisenrechen bleiben andauernd hängen und verbiegen sich. Wir werden jetzt versuchen, auf massive Holzrechen umzusteigen.

 

11. Einsatz 2021 09 27 1 0cf1911. Einsatz 2021 09 27 3 e4856
Fotos:  K. Lenk

 

Mahd bzw. Schwendung Parzelle 13-21_2 Nord (ca. 300 m²):

Der Rest dieser Parzelle wurde ebenfalls am 27.09.2021 bearbeitet. Es war eine der schwierigsten Aufgaben im Rahmen unserer Pflegearbeiten auf dem Eichkogel. Gegen unseren Willen wurde im Vorjahr entschieden, dass die gesamte Fläche im Ausmaß von 927 m² unberührt bleibt. Daher konnte heuer nicht durchgehend mit dem Hochgrasmäher gearbeitet werden und es kamen wieder - unnötigerweise - Motorsäge, Motorsense und Astschere zum Einsatz.

Bruno hatte große Mühe, das letzte Teilstück zu bearbeiten und das bei schlechtem Wetter. Nun ist es geschafft und das Schnittgut von 4_21_3 und 13_21-2 Nord wartet noch auf den Abtransport. Da werden einige Anhänger-Fuhren notwendig sein.

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Fotos: B. Wiederkum

Streife und Schup Sperre 2022 04 07 9 62087Streife und Schup Sperre 2022 04 07 6 222dc

BERICHT 1. Teil:

Der EICHKOGEL war immer schon ein Anziehungspunkt für die Mitglieder der Mödlinger Berg- und Naturwacht, wobei sich einige der ältesten schon als Kinder rund um die Reste der FlAK – Stellungen aus dem zweiten Weltkrieg aufgehalten und dann als Pfadfinder jedes Jahr die wunderschönen Blumenwiesen besucht haben. Seit 54 Jahren mussten sie dann den Niedergang dieser ehemaligen Hutweide hautnah miterleben, denn solange „dient“ die Mödlinger BNW schon in diesem Einsatzgebiet. Es wird nicht gerne gehört, aber der Eichkogel wurde zu Tode geschützt. Unsere Erlebnisse könnten Bücher füllen, aber wir arbeiten lieber, um mitzuhelfen zu retten, was noch zu retten ist.

Im Rahmen der ehrenamtlichen Naturschutzarbeit gibt es aber auch immer wieder unerwartete Rückschläge. Ein Weinbauer hat seine Grundstücke jetzt eingezäunt, um sie vor Vermüllung zu schützen. Das ist  nachzuvollziehen, hat aber den Nachteil, dass auch die BNW jetzt keine Möglichkeit mehr hat, zum Südhang und  den Schutzgebietstafeln, die immer wieder Opfer von Vandalismus werden, zuzufahren. Sie bekommt keinen Schlüssel. Weiters ist auch die Überwachung der Waldbrandverordnung der BH Mödling nur mehr erschwert möglich. Das hat es bis dato noch nicht gegeben.

Nur so nebenbei: im NÖ NSchG § 11 Abs. 4 und § 26 Abs. 1 ist das Zutrittsrecht geregelt.

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Fotos: BNW MD

Entsprechend dem Motto der Mödlinger Berg- und Naturwacht NIE AUFGEBEN wurde ein Ausweg gesucht, um zumindest vorübergehend zu den geschützten Flächen auf dem südlichen Teil des Eichkogels zu gelangen. Das ist auch gelungen, die Lada 2 bewältigte die provisorische Strecke souverain. Nun muss der neue „Fahrweg“ noch entsprechend ausgeschnitten werden und das Erfreuliche ist, dass die dazu notwendige Genehmigung seitens der Naturschutzabteilung des Landes NÖ bereits eingetroffen ist. 

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Fotos: BNW MD

BERICHT 2. Teil:

Am 16. Mai 2022 wurden die über den Weg hängenden bzw. liegenden Bäume abgeschnitten und das Totholz am Waldrand abgelegt. Die in der Mitte eines Teiles des neuen Fahrweges wachsenden Stauden wurden gekürzt, um die Unterböden und Leitungen der Einsatzfahrzeuge nicht zu beschädigen. Das Ganze soll vorerst einmal eine Notlösung sein, die es der Berg- und Naturwacht nun doch ermöglicht, auch weiterhin die südlichen Teile der geschützten Flächen zu erreichen. Aber aus dieser provisorischen Lösung könnte durchaus eine Endlösung werden, denn wir arbeiten zwar ehrenamtlich, aber Bittsteller sind wir sicher nicht.

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Fotos: BNW MD

Bei diesem Einsatz wurde auch das neu angeschaffte Kombigerät eingesetzt. Es besteht aus einer Teleskopstange mit einem akkubetriebenen Motor, 2 auswechselbaren kurzen Schneidegeräten, einer Motorsäge und einer Heckenschere. Der Elektromotor läuft relativ leise und umweltfreundlich. Neben einer großen Heckenschere, 2 Motorsägen mit 20cm-Schwert und einer Motorsense ist das nun bereits das 4. Gerät im Einsatz, das nicht mit Treibstoff betrieben wird. Dazu kommen noch akkubetriebene Bohrmaschinen, Sägen usw. Es ist ein kleiner Beitrag zum Umweltschutz, wenn man die künftige Entsorgung der Akkus außer Acht lässt.

BERICHT 3. TEIL

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Fotos: BNW MD

Es ist geschafft, der Zufahrtsweg zum Südhang des Eichkogels ist nun für die Berg-und Naturwacht Mödling - und natürlich zahlreichen anderen Nutzern, die nichts dazu beigetragen haben - gut befahrbar. Bruno Wiederkum und zwei Helfer haben die Arbeiten naturschonend in 2 Arbeitseinsätzen zu je 5 Stunden - also in insgesamt 30 Arbeitsstunden - durchgeführt.

Damit ist für uns das  leidige Thema behinderte Zufahrt zu den südlich gelegenen Schutzflächen  erledigt.