Wichtige Arbeitseinsätze
In Achau gab bzw. gibt es 2 Naturdenkmäler:
- Heide Achau (MD-077): Ein geschütztes Biotop, das seltene Pflanzenarten beherbergt, eine ehemalige Weidefläche, teilweise mit Eschen und Robinien aufgeforstet und zum Zeitpunkt der Unterschutzstellung 1988 mit Vorkommen von zahlreichen Trockenrasenarten, darunter vier Orchideenarten und der Mödlinger (?) Federnelke. Die Fläche wird jetzt regelmäßig gepflegt.
- Mühlbach-Altarm (MD-084): Ein schützenswertes Feuchtgebiet, mit stockenden Korb- bzw. Kopfweiden , zum Zeitpunkt der Unterschutzstellung 1988 ca. 50 Jahre alt, sowie einem damals großen Bestand an Wasserschwertlilien. Die Weiden werden regelmäßig zurückgeschnitten, um sie am Leben zu erhalten.
Nachzulesen unter:
Liste der Naturdenkmäler im Bezirk Mödling – Wikipedia und
Naturdenkmäler in NÖ - Land Niederösterreich
Die Mödlinger Berg-und Naturwacht hat zuletzt 2025 mit Erhebungen über den Zustand der beiden Naturdenkmäler begonnen. Dabei wurde u.a. festegestellt, dass auf der Heide alle drei Naturdenkmal-Tafeln und im Mühlbach-Altarm beide Tafeln fehlen. Wer die Tafeln auf dem Trockenrasen entfernt hat, ist nicht bekannt. Die nördliche Tafel vom Mühlbach Altarm hat die ÖBB - Infrastruktur im Zuge der Bauarbeiten "entsorgt", die südliche dürfte einen Anrainer gestört haben.
Im Rahmen einer Besprechung auf dem Gemeindeamt Achau wurde beschlossen, den ursprünglichen Beschilderungszustand wiederherzustellen. Dazu hat sich die BNW MD unter bestimmten Voraussetzungen bereiterklärt.
Am 30.03.2026 wurden dann die beiden Naturdenkmäler vom Bezirksförster Ing. Martin Abel, dem Umweltgemeinderat Christian Toyfl sowie den beiden Umweltschutz-Organen der BNW MD Bruno Wiederkum und Karl Lenk nochmals kontrolliert bzw. vermessen. An den vorgesehenen Tafelstandorten wurden Holzpflöcke eingeschlagen.



Am 13.04.2026 wurden vom UO Bruno Wiederkum Probebohrungen durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass der Untergrund aus 20 cm Erdreich und dann Schotter bzw. Steine besteht. Wir werden für die Einschübe jeweils Löcher ca.
8 cm breit und 40 cm tief bohren und sie aus Gründen des Umweltschutzes nur mit feinem Sand und Erdreich feststampfen, also nicht einbetonieren. Darauf werden dann die 2 m langen Stangen mit den Tafel aufgesetzt und verschraubt


Da im Bauhof der Gemeinde Achau nicht genügend Stangen vorhanden waren, wurde vereinbahrt, dass wir sie uns kostenlos gegen Verrechnung des amtlichen KM-Geldes besorgen. Gleichzeitig haben wir uns auch 5 Verlänerugnsstangen zuschneiden lassen, weil eine Montage der scharfkantigen Tafeln in nur 1,60 m Höhe zu Verletzungen führen könnte. Das Material wurde in der Werkstätte Achau für die Montage vorbereitet.




Nach entsprechenden Probebohrungen wurde dann versucht, die verlängerten Rohre im Erdreich zu verankern. Das war aber wegen der nur dünnen Humusschicht und dem darunterliegenden Schotter alles andere als einfach.




Jetzt werden dann noch die amtlichen Schilder montiert, in der Hoffnung, dass sie ein längeres Leben haben werden, als die vorherigen.


Alle Fotos: BNW MD
Das war vorerst einmal das Naturdenmal MD 077 "Heide". Aufgewendet wurden 17 Arbeitsstunden (x 2), teilweise in der Werkstatt, aber dann größtenteils der prallen Sonne ausgesetzt. Die Arbeiten konnten erfolgreich abgeschlossen werden.
Die Gemeinde Achau hat uns mit € 133,00 - deklariert als "Subvention"(?) - finanziell unterstützt. Es handelte sich um das KM-Geld für die Besorgung der Stangen aus St. Pölten und der 6 Verlängerungsrohre. Die 2 m langen Rohre hat uns die Naturschutzabteilung kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Arbeitszeit wurde nicht verrechnet, die Geäte- und Materialkosten trägt wie immer die ehrenamtlich tätige Berg- und Naturwacht Mödling!
Das Naturdenkmal MD 084 "Mühlbach Altarm" wird in den nächsten Wochen gekennzeichnet, die je 2 Tafeln und Stangen lagern bereits in der Werkstätte Achau. Es gibt aber auch andere wichtige Naturschutzarbeiten zu erledigen, dazu kommen noch die überaus aufwendigen Pflegemaßnahmen auf dem Eichkogel, die uns alljährlich im Rahmen eines Großprojektes von der Naturschutzabteilung RU5 zugeteilt werden. Weiters kommt die Urlaubszeit, in die auch einige unserer Artenschutz-Ausstellungen fallen.
Endbericht folgt.
Entlang der Gumpoldskirchner Straße in Mödling (L151) war es für viele Fahrer von Motocross-Maschinen und anderen Geländefahrzeugen üblich, ins Naturschutzgebiet einzufahren, Runden zu drehen und die Vegetation zu zerstören. Dazu wurden sehr oft sogar die Kennzeichen abgenommen. Die Berg- und Naturwacht konnte dadurch natürlich nicht alle Übertretungen zur Anzeige bringen. Dann kam ein geschäftstüchtiger Balonfahrer aus dem Bezirk Mödling“ (!) auf die Idee, die untere Wiese auf der Westseite als „Balon-Bahnhof“ zu bewerben und einzurichten, aber nicht lange. Es gab eine entsprechende Anzeige und der (teure) Spuk war zu Ende.
Die BNW MD hat daraufhin beschlossen, vom Schranken bis zur Spitzkurve einen Weidezaun – der Eichkogel war ja früher eine Hutweide – zu errichten. Verwendet wurden Schwartlinge und halbrunde Holzsteher, die zur Landschaft passen. Dafür wurde dem Bezirkseinsatzleiter Karl Lenk von der Naturschutzabteilung des Landes NÖ, RU5, eine Anzeige angedroht. Er sah dieser aber gelassen entgegen, die vielen Berichte und Meldungen wurden von dieser Abteilung ignoriert, daher eben die notwendige Selbsthilfe. Es gab keine diesbezügliche Anzeige.


Heute ist der Zaun bereits mit dem Eichkogel im wahrsten Sinne des Wortes „verwachsen“, aber leider viel zu viel. Clematis und andere Schlingpflanzen winden sich um die Zaunhölzer und bedrohen deren Standfestigkeit. Das bedeutet eine neue Aufgabe für die BNW. Der Zaun muss in regelmäßigen Intervallen immer wieder freigeschnitten werden.

Am 25.08.2025 wurde daher der gesamte Zaun wieder einmal von den lästigen Pflanzen befreit. Zuerst wurde mit einer Heckenschere unter dem Zaun ein bodengleicher Schnitt durchgeführt, dann wurden die oberen Bretter freigeschnitten. In weiterer Folge wurden die Pflanzenstränge aus dem Zaun gezogen. Zuletzt wurde das Schnittgut zur Verrottung vor dem Zaun abgelegt. Es wird demnächst entsorgt.
Hier haben sich die lästigen Schlingpflanzen schon zurückgezogen, das mehrmalige Zerstückeln hat ihnen nicht gefallen. Der Zaun ist vorerst gerettet und das Team kann beruhigt einrücken.
Alle Fotos: BNW MD ©
Am Montag, den 25.08.2025, begaben sich während eines „Pflegeurlaubs“ – keine „Pflegearbeiten im Naturschutzgebiet“ – 2 Trupps der Mödlinger BNW ins Einsatzgebiet, um notwendig gewordene Arbeiten zu verrichten. Während das Team 1 die 14 Mistkübeln entleerte, die Standorte säuberte und den Müll entsorgte – verbunden mit einem Streifendienst –, fuhr das Team 2 mit 2 Fahrzeugen und 2 Anhängern, beladen mit verschiedenen Forst- und Gartengeräten zur Bürgermeisterrast, um die Hecken zu schneiden und Platz für die Bank auf dem Grund einer Winzerfamilie zu schaffen.



Durch das Ausschneiden einer Art "Laube" in der Hecke konnte die Tisch-/Bankgarnitur um ca. einen 3/4 m vom Straßenrand weg wieder auf den ursprünglichen Standort zurück versetzt werden. Jetzt sollte sie zumindest vor "Fahrkünstlern" geschützt sein. Dazu war es auch notwendig, den gesamten Bodenbewuchs (Efeu und Clematis) zu entfernen.


Jetzt sollte die einerseits beliebte - aber andererseits anscheinend auch gehasste - Rastplatzgarnitur zumindest vor "Fahrkünstlern" geschützt sein. Gegen Vandalismus gibt es leider keinen Schutz.

„Jedes Ding hat 2 Seiten“, so auch die Hainbuchenhecke. Sie war schon in die Weinstöcke gewachsen und musste mit einer großen Motorsäge zurechtgeschnitten werden, um dem Zugang wieder freizulegen.


Natürlich ist auch sehr viel Schnittgut angefallen. 3 übervolle PKW-Anhänger davon wurden in die Saubermacher-Deponie zur Entsorgung gebracht.


Diese beiden zufrieden grinsenden und müden „Naturschutz-Hakler“ würden sich sehr freuen, wenn Vandalen – oder vielleicht sogar Neider (?) – diesen beliebten Rastplatz auf dem von der BNW MD betreuten unteren Beethoven-Spazierweg von ihren unnötigen Aktionen verschonen würden.

Alle Fotos: BNW MD ©
Am 18.08.2025 wurden auf der Bürgermeisterrast neue Kopftafeln montiert, nachdem die alten gravierten nicht mehr gut lesbar waren. Die Oberfläche besteht jetzt aus einem haltbaren Material und wurde mit Schellen auf den Rohren befesteigt. Diese Arbeiten gestalteten sich sehr schwierig, weil die Stangen bereits durch mehrere Anfahrschäden total verzogen snd.
Das waren die ersten Sanierungsarbeiten, die aufgrund von Beschädigungen notwendig waren.

Dir Tafeln wurden in der Werkstätte gestrichen und mit Schellen versehen. Dann wurden sie zur Bürgermeister-Rast gebracht. 

Vor Ort wurden sie dann zusammengeschraubt und für die schwierige Montage vorbereitet.

Auf einer leider zu kurzen Leiter - ohne Plateau - hatte es Bruno sehr schwer, die jeweils doppelt verbundenen Tafelteile zu befestigen.
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Nach fast 4 - stündiger Arbeit - davon ca. 3 als Balanceakt - konnte Bruno dann sein Werk zufrieden betrachten.
Nun geht es weiter mit den Sanierungsarbeiten. Es müssen noch die beschädigten Tafeln erneuert und die Bänke repariert werden. Leider wird der Rastplatz immer wieder von Vandalen, Idioten oder vielleicht sogar von Neidern(?) zerstört.
Alle Fotos: BNW MD ©

Was sich ursprünglich als „kleine“ Reparatur dargestellt hat, wurde ein relativ aufwendiger Einsatz.

Der von uns entlang der Weinstraße (L151) aufgestellte Holzzaun (Schwartlinge) war von Zaunwinde und Waldrebe total überwuchert und wurde auf einer Länge von ca. 30 m vom Sturm umgerissen.



Wir haben die Pflanzen am 09.11.2024 bodengleich abgeschnitten und den freigelegten umgefallenen Zaun am 25.11.2024 wieder halbwegs instandgesetzt, aufgestellt und ordentlich, – aber nur – provisorisch befestigt.
Er wird vorerst halten, aber wir müssen 8 - 10 Steher zusätzlich austauschen. Es werden verzinkte Bodenhülsen eingeschlagen und mit druckimprägnierten Holzpfosten (FOTO) versehen. Die bereits verwitterten Schwartlinge werden – soweit es möglich ist – im Zaungefüge belassen. Nur beschädigte Teile werden ergänzt.
