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Naturschutz-Notruf
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Die Mödlinger Berg- und Naturwacht hat nicht nur behinderten Menschen mit dem Ankauf von 20 "Nistkasten-Rohlingen" aus einer geschützten Werkstätte geholfen, sondern wird mit den fertiggestellten Nisthilfen auch Höhlenbrütern unter den Singvögeln bei der Aufzucht ihres Nachwuchses behilflich sein. Das rohe Holz wird noch geschliffen, an der Außenseite wetterfest imprägniert und mit einem wasserfesten Dach versehen.

Viele werden sich fragen, warum wir das nicht der Natur überlassen. Die Antwort ist sehr einfach: in unserem Einsatzgebiet wird sehr viel geschlägert, möglicherweise sogar mit nistenden Vögeln in den Baumstämmen. Auch das Totholz findet im Fernheizwerk Verwendung. Das ist der Grund, warum - nicht nur wir - mit Nisthilfen „aushelfen“.


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Zum Beispiel Amsel, Bachstelze, Grauschnäpper, Hausrotschwanz, Rotkehlchen und Zaunkönig brüten nicht in Nistkästen mit einem Loch, sondern nur in sogenannten Halbhöhlen-Nisthilfen, die  als Ersatz für Brutnischen und Spalten dienen. Wer aber dort wirklich einzieht, kann nicht beeinflußt werden.


 

Beitrag von Susanne Zita inder Kronenzeitung am 07.03.2021, in dem auch der Wiener Neurologe Dr. Marcus Täuber zitiert wird.

Das_Glück_ist_ein_Vogerl.pdf

Qualität der Fütterung:

Die Mödlinger Berg- und Naturwacht ist bemüht, nur gutes Futter - zumeist gestreifte Sonnenblumenkerne - in saubere Futtersilos einzufüllen. Aber oft  es gibt auch Fütterungen, die sicher  gut gemeint sind, die Vögel aber aber extrem gefährten. Durch die offenen Bauweise der Futterstellen gelangt Vogelkot hinein und verursacht sehr oft tödliche Infektionen.

Bild 1: das Futter wird im Anhänger mitgeführt und mit einem Spezialkübel in die Silos geleert.
Bild 2: hier fressen die Vögel oft den eigenen Kot mit und das ist sicher nicht gesund (das Futterhäuschen wurde abmontiert und entsorgt).

Fotos: BNW MD S. und B. Wiederkum, K. Lenk

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Jetzt liegt endlich Schnee im Wienerwald und ein Team der Mödlinger Berg- und Naturwacht machte sich am 15.01.2021sofort auf den Weg, um die Vögel nicht hungern zu lassen. Groß war aber die Verwunderung, als nicht alle der 10 Futtersilos leergefressen waren. Es könnte dazu folgende Erklärung geben:

1. Die Vögel haben noch ausreichend natürliche Nahrung. Dagegen sprechen allerdings das kalte Wetter und der Schnee auf den Ästen und Sträuchern;

2. Es gibt bereits zu viele Fressfeinde. Es werden immer mehr Eichelhäher, Eichhörnchen bzw. Raubvögel bei und in der Nähe der Futterstellen gesichtet;

3. Es gibt ganz einfach weniger Singvögel, was mit der Reduzierung der Insektenbestände zusammenhängen könnte;

4. Durch Schlägerungen im Rahmen der Forstwirtschaft verschwinden auch immer mehr Lebensräume der Höhlenbrüter.

Es ist daher nicht nur das Füttern der Singvögel wichtig, sondern auch die Schaffung von Ersatzlebensräumen. Dazu eignet sich der Winter mit seinen langen Abenden besonders gut. 

Bild 1: "Flo" von der Lebenshilfe Wr. Neudorf hilft beim Bau von Nistkästen in Achau (Firma Pitsch).
Bild 2:  Bau von Futtersilos in der BNW-Werkstätte

Fotos:  BNW MD G. Pitsch, K. Lenk

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Wieder zieht der Winter ins Land und wir sollten beginnen, uns um unsere gefiederten Freunde Sorgen zu machen. Aufgrund des verminderten Insektenaufkommens finden sie in vielen Gebieten schon in den Sommermonaten zu wenig Futter. Obwohl die neuesten Prognosen von einem relativ milden Winter sprechen, ist doch anzunehmen, dass das natürliche Futter nicht allzu reichlich vorhanden sein wird. Daher müssen wir Menschen helfend einspringen. Die Mödlinger Berg- und Naturwacht macht das seit nunmehr 40 Jahren und betreut 10 Futtersilos zwischen Eichkogel und Anninger, bzw. 2 weitere auf der Giesshübler Heide. Es werden je nach Witterung zwischen 300 und 400 Kilos an Sonnenblumenkernen verfüttert.

Eine Bitte haben wir aber an die Vogelfreunde: hängt keine Meisenknödel in Netzen auf! Es passiert immer wieder, dass sich die Vögel in den Netzen verhängen oder strangulieren. Das ist kein schöner Anblick. Wenn wir ein derart gefährliches Futterangebot sehen, entfernen wir die Netze von den Ästen usw., öffnen sie und legen das Futter an einem geeigneten Platz auf. 

Bild 1: Die Futtersilos werden in halbwegs sicherer Höhe aufgehängt, zum Schutz vor zwei- und vierbeinigen Wildschweinen
Bild 2: 40 x die Leiter rauf und runter, da darf man schon müde sein .......

Fotos: BNW MD K. Lenk

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Es ist saukalt und es liegt am 31.12.2020 noch immer kein Schnee am Anninger, nicht einmal ein Reif ist zu sehen. Trotzdem sitzen die Vögel schon in der Nähe der Futtersilos auf den Bäumen und warten bis sich ihre "Betreuer" endlich entfernen, dass sie zur Futterstelle fliegen können. Sie haben Hunger.
Bedingt durch die Coronamaßnahmen der Bundesregierung gibt es bei uns derzeit nur einen "Familienbetrieb" - hier die Familie Wiederkum im Einsatz - oder "Einzeltäter". Gemischte Teams werden nur selten eingesetzt und dann maskiert und in getrennten Fahrzeugen.

Fotos: Sonja und Bruno Wiederkum

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Vögel singen vorwiegend zur Brutzeit. Daher hört man ihren Gesang verstärkt ab dem Spätwinter bis Ende Juli.
Umwelt  & Energie, Mag.a. Barbara Grabner

Beflügeltes_Frühlingskonzert.pdf

Im Anhänger 100 KG Sonnenblumenkerne, eine gute Leiter und schon geht's los auf den Eichkogel, den Anninger und den Gießhübl, um den  bereits auf den Bäumen rings um die Futtersilos wartenden gefiederten Freunden Nachschub zu bringen. Ein Silo nimmt ca. 3 kg Kerne auf, das sind wöchentlich 36 kg für 12 Futterstellen. Mit Mischfutter sind wir kläglich gscheitert, denn sogar die Sperlinge und ihre Verwandten bevorzugen Sonnenblumenkerne. Kaum ist die Leiter weggeräumt beginnt schon reger Flugbetrieb in Richtung Futtersilos.

Bei starker Kälte bzw. hoher Schneelage wird 2 Mal wöchentlich gefüttert.

Wir bitten alle Vogelfreundinnen und -freunde, KEINE Meisenknödeln auf- bzw. dazu zu hängen. Wir mussten schon mehrmals tote Vögel entfernen, die sich in den Netzen erhängt hatten. Und das ist eine sehr traurige Arbeit ..................

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Fotos: Sonja und Bruno Wiederkum