Singvogelschutz
In der freien Natur ist es sinnvoll, Futterstellen für Singvögel rechtszeitig vor dem ersten Frost bzw. ausgiebigem Schneefall an den vorgesehen Plätzen und am besten in einer Höhe, die Wildschweine auf Futtersuche nicht erreichen können. Bei einem Keiler z.B. kann mit ausgestreckten Vorderpfoten die Reichhöhe weit über 2 Meter betragen. Sonnenblumenkerne schmecken auch Wildschweinen sehr gut, da lohnt es sich schon, einen gefüllten Futtersilo herunter zu reißen und zu „öffnen“.



Am 30. 12.2024 war es dann so weit. Mit dem Vogelfutter-Anhänger, entsprechendem Werkzeug, Spanndraht und vorbereiteten Verlängerungsdrähten wurde von Biedermannsdorf aus ins Einsatzgebiet ausgefahren. 6 von den 10 Futtersilos wurden von den Schwarzföhren abmontiert und auf sich in der Nähe befindlichen Laubbäume wieder aufgehängt. Zugleich wurden alle Futtersilos wieder aufgefüllt.


Die beschädigten Nistkästen wurden entfernt, grob gereinigt und im Gerätelager auf dem Eichkogel zwischengelagert. Da immer wieder Spechte und Eichelhäher versuchen, in das Innere der Bruthilfen zu gelangen, müssen sie vor der neuerlichen Montage in der Werkstätte Achau repariert bzw. an den Kanten mit Aluminiumleisten verstärkt werden. Noch vor Frühlingsbeginn werden sie wieder zur Verfügung stehen. In 80 % der Nistkästen wurde gebrütet, in einem hatten sich Hornissen eingenistet. Die nicht angenommen Nisthilfen werden an andere Standorte verlegt.


Wintervögel_in_unserem_Einsatzgebiet.pdf
Am 2. Dezember 2024 wurden der Witterung entsprechend 10 Futtersilos auf dem Eichkogel, der Richardhof-Straße und dem Beethoven-Spazierweg an Bäumen aufgehängt. Leider auf Schwarzföhren, weil diese zumeist gerade wachsen und nicht verkrüppelt sind. Am 20. Dezember 2024 hat dann das Fütterungsteam erfahren, dass die Bäume gefällt werden und 6 Futtersilos und 8 Nistkästen im Weg sind. Bis zum Jahresende müssen sie abmontiert sein.

Fotos: Bruno Wiederkum
Nachdem sich die Vögel schon an das Futter gewöhnt haben, werden wir die Silos nach vorhandenen Möglichkeiten noch einmal ummontieren, die Nistkästen aber über den Winter einlagern. Das ist zwar total falsch, aber in diesem Fall nicht vermeidbar. Vielleicht finden wir nach 45 Jahren ein neues und geeignetes Gelände, wo wir die Singvogelbetreuung fortsetzen können.
Wie alljährlich, rechtzeitig vor dem ersten Frost, wurden die Futtersilos zwischen Eichkogel und dem Anninger aufgehängt und mit gestreiften Sonnenblumenkernen befüllt. Leider wurden einige Bäume gefällt, wodurch sich die Futterplätze dem Vorjahr gegenüber wieder etwas verschoben haben.

Sicher wurden wir schon vom Wald aus beobachtet, wie wir die Silos hoch oben auf den Bäumen befestigt und sie dann mit Vogelfutter befüllt haben. Anders wäre es nicht möglich gewesenen, dass wir auf der Rückfahrt schon einen regen „Flugverkehr“ zu den Futterstellen beobachten konnten.

Fotos: BNW-MD
Die Arbeiten sind relativ aufwendig. Die Futtersilos müssen in entsprechender Höhe montiert werden, um sie vor vier- und zweibeinigen Wildschweinen zu schützen. Das geht nur mit der Leiter und einer Hebevorrichtung.
Wir verrichten diese Arbeiten schon seit mehr als 50 Jahren aus Überzeugung und gerne. Eine finanzielle Förderung seitens des Landes gibt es nicht, weil es sich angeblich um KEINE NATURSCHUTZARBEIT handelt.
Wir bemühen uns 56 Jahren um einen effizienten Singvogelschutz. Aber es gibt auch Profis und deren Aussagen wollen wir Ihnen nicht vorenthalten:
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Veröffentlicht mit Genehmigung von BirdLive Österreich.
