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Naturschutz-Notruf
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Alljährlich das gleiche Problem: auch auf den Trockenrasenflächen des Wienerwaldes blühen im Frühling verschiedenste streng geschützte Pflanzen, die dann von rücksichtslosen Personen „von ihrem Standort entfernt ……….“, das heißt gepflückt oder ausgegraben werden. Das ist zu unterlassen, so steht es im NÖ Naturschutzgesetz 2000:

§ 17 Allgemeiner Pflanzen-, Pilz- und Tierartenschutz (Auszug)
(1) Wildwachsende Pflanzen und Pilze dürfen nicht mutwillig beschädigt oder vernichtet werden.
(2) Das Pflücken von wildwachsenden, nicht aufgrund einer Verordnung nach § 18 unter Schutz stehenden, Pflanzen für den persönlichen Bedarf ist im Ausmaß eines Handstraußes, das ist eine Pflanzenmenge, deren Stängel von Daumen und Zeigefinger einer Hand umfasst werden können, gestattet.

§ 36 Strafbestimmungen
(1) Eine Verwaltungsübertretung begeht und ist mit einer Geldstrafe bis zu € 14.500,00, im Falle der Uneinbringlichkeit mit einer Ersatzfreiheitsstrafe bis zu sechs Wochen, zu bestrafen, wer
> 23. besonders geschützte Pflanzen ausgräbt, von ihrem Standort entfernt, beschädigt, vernichtet, in frischem oder getrocknetem Zustand erwirbt, verwahrt, weitergibt, befördert oder feilbietet.

Die Umweltschutz- und Feldschutzorgane der Mödlinger bzw. Mistelbacher Berg- und Naturwacht zählen auch den Pflanzen- und Tierschutz zu ihren Aufgaben. Wer mit gepflückten oder ausgegrabenen Pflanzen angetroffen wird, muss mit einer Anzeige bei der Bezirksverwaltungsbehörde rechnen.

Diese 4 Pflanzen sind streng geschützt: 

  1. Adonisröschen (Foto BNW Lenk)
  2. Kuhschelle (Foto BNW Lenk )
  3. Diptam (Foto BNW Lenk)
  4. "Brandblase" nach Berührung des Diptams (Foto Wikipedia)
  5. Knabenkraut, breitbättriges (Foto BNW Lenk)
  6. Türkenbundlilie (Foto BNW Lenk)

 

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Während die Gemeinden sich noch vorsichtig zurückhalten, hat sich die Mödlinger Berg- und Naturwacht während der gesamten Corona-Krise bemüht, ihre selbstgewählten Aufgaben zu erfüllen. Das war bzw. ist nicht leicht und wird es vorerst auch nicht sein. Ein riesengroßes Problem sind die „städtischen Corona-Zuwanderer“, die nicht nur das Naturschutzgebiet Eichkogel, sondern auch den Naturpark okkupiert haben und dort scharenweise auf ihre Art auftreten, dabei den Erholungsraum stellenweise vermüllen, die Hunde freilaufen lassen und das Wild beunruhigen. Rücksichtnahme, was ist das?

Um den Lebensraum für Mensch und Tier halbwegs intakt zu halten, bedeutet das auch für uns sehr viel Arbeit, die natürlich ehrenamtlich verrichtet wird, allerdings sehr oft ohne Dank.

Nun wagen sich aber langsam auch wieder die Gemeinden an das Thema „Frühjahrsputz“ heran. Am 13.03. haben wir an der ersten gut organisierten Veranstaltung in Vösendorf teilgenommen und festgestellt, dass es sehr wohl Möglichkeiten gibt, einerseits Ansteckungsgefahr zu vermeiden und andererseits sich gleichzeitig weitgehend ungefährdet im Freien zu betätigen. Die Aktion war ein voller Erfolg.

Bild 1 und Bild 2: Einsammeln der "Autofahrer*innen-Spenden" rechts und links der Umfahrungsstraße
Bild 3 und Bild 4: Ende einer erfolgreichen Sammeltätigkeit und kurze Rast vor der Heimfahrt

Frühjahrsputz Vösendorf 2021 03 13 8 bea89Frühjahrsputz Vösendorf 2021 03 13 7 329d7Frühjahrsputz Vösendorf 2021 03 13 11 616a5Frühjahrsputz Vösendorf 2021 03 13 12 605e2
Fotos:  BNW MD B.Wiederkum, K.Lenk


 

Das sogenannte „Wackelkreuz auf dem Frauenstein in Mödling“ wurde wieder einmal das Opfer von Vandalismus. 2001 schon einmal gewaltsam aus der Verankerung gerissen und in den Abgrund geworfen. Das „Naturfreunde Kreuz“ konnte aber repariert und wieder aufgestellt werden. Es wurde im Laufe der Jahre so extrem „beansprucht“, dass es gestern zusammen mit einem Wanderer, der sich daran angehalten hat, wieder „abgestürzt“ ist. Der Mann wurde am Fuß verletzt.

Das Kreuz besteht aus massiven Nirostarohren und dass Schweißnähte im Freien rosten, hat mit der Haltbarkeit nicht unbedingt etwas  zu tun. 

Mödling: Frauenstein hat sein Kreuz wieder - noen.at

Fotos: BNW H.Bürgmayr

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Als hätten wir nicht schon genug Probleme ...... Die Geflügelpest schlägt wieder zu:

Geflügelpest_Vogelgrippe_Zusammenfassung_2021-02-05.pdf

 

Am 24.11.2020 haben wir von einem Eichkogelbesucher (Name bekannt) ein Foto erhalten, das den ersten Mistkübel nach dem Schranken zeigt. Erwurde aus dem Holzgestell gerissen, ins Gebüsch geworfen und entleert. Es ist zu überlegen, ob man die nun frei herumliegenden gefüllten Hundekotsackerln als "Kulturdenkmal" so liegen läßt. 

Vandalismus Eichkogel Meldung 2020 11 27 3 cac72Vandalismus Eichkogel Meldung 2 2020 11 27 7e0c2