Flotte 85250

Naturschutz-Notruf
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Nicht lange durften sich die Naturschutztafel, die Besucher des Eichkogels und die Mödlinger Berg- und Naturwacht des Standorts erfreuen. Postwendend kam von der Naturschutzabteilung des Landes der schriftliche Auftrag (an Freiwillige!), sie wieder auf die teilweise sichtverdeckte Holztafel umzumontieren.

"Die Leute haben gesagt (die NOCH leere Holztafel) wäre schiach" ....... Waren sicher Leute, die auf dem Eichkogel ehrenamtlich mehr leisten als wir in den letzten 53 Jahren. Natürlich haben wir prompt reagiert und die Tafeln ummontiert, aber sicher zum letzten Mal.

Fotos: K. Lenk


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Im Zuge der Neugestaltung des Westzuganges zum Eichkogel durch die Stadtgemeinde Mödling wurde von der Berg- und Naturwacht die amtliche Schutzgebietstafel versetzt. Sie steht jetzt kurz nach dem Schranken gut sichtbar auf der linken Seite neben dem Weg.

Fotos: K. Lenk

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Die fast 40 Jahre alte Holztafel wird aber weiterhin verwendet. Sie wird gereinigt, neu gestrichen und zur Gedenktafel für die „Mutter des Eichkogels“ Gudrun Foelsche umgestaltet. Sie „bewacht“ dann symbolisch die von ihr so geliebte Fauna und Flora des Naturschutzgebietes, die auf der nebenstehenden Tafel abgebildet ist.

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Auf dem rechten Foto sieht man den vorgesehenen Giebel mit den Logos jener Organisationen, die an die verdiente Kämpferin für  die Erhaltung des Naturschutzgebietes Eichkogel  erinnern wollen:

Stadtgemeinde Mödling, Berg- und Naturwacht Mödling und Schöffelverein (NÖ Naturschutzbund).

Die Gedenktafel ist noch verhüllt.


 

Alljährlich das gleiche Problem: auch auf den Trockenrasenflächen des Wienerwaldes blühen im Frühling verschiedenste streng geschützte Pflanzen, die dann von rücksichtslosen Personen „von ihrem Standort entfernt ……….“, das heißt gepflückt oder ausgegraben werden. Das ist zu unterlassen, so steht es im NÖ Naturschutzgesetz 2000:

§ 17 Allgemeiner Pflanzen-, Pilz- und Tierartenschutz (Auszug)
(1) Wildwachsende Pflanzen und Pilze dürfen nicht mutwillig beschädigt oder vernichtet werden.
(2) Das Pflücken von wildwachsenden, nicht aufgrund einer Verordnung nach § 18 unter Schutz stehenden, Pflanzen für den persönlichen Bedarf ist im Ausmaß eines Handstraußes, das ist eine Pflanzenmenge, deren Stängel von Daumen und Zeigefinger einer Hand umfasst werden können, gestattet.

§ 36 Strafbestimmungen
(1) Eine Verwaltungsübertretung begeht und ist mit einer Geldstrafe bis zu € 14.500,00, im Falle der Uneinbringlichkeit mit einer Ersatzfreiheitsstrafe bis zu sechs Wochen, zu bestrafen, wer
> 23. besonders geschützte Pflanzen ausgräbt, von ihrem Standort entfernt, beschädigt, vernichtet, in frischem oder getrocknetem Zustand erwirbt, verwahrt, weitergibt, befördert oder feilbietet.

Die Umweltschutz- und Feldschutzorgane der Mödlinger bzw. Mistelbacher Berg- und Naturwacht zählen auch den Pflanzen- und Tierschutz zu ihren Aufgaben. Wer mit gepflückten oder ausgegrabenen Pflanzen angetroffen wird, muss mit einer Anzeige bei der Bezirksverwaltungsbehörde rechnen.

Diese 4 Pflanzen sind streng geschützt: 

  1. Adonisröschen (Foto BNW Lenk)
  2. Kuhschelle (Foto BNW Lenk )
  3. Diptam (Foto BNW Lenk)
  4. "Brandblase" nach Berührung des Diptams (Foto Wikipedia)
  5. Knabenkraut, breitbättriges (Foto BNW Lenk)
  6. Türkenbundlilie (Foto BNW Lenk)

 

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Vandalismus NUP 2021 05 28 3 95138 Vandalismus NUP 2021 05 28 5 56b13 

Ehrenamtliche Mitglieder von den beiden im Naturpark Föhrenberge tätigen Organisation BERG- UND NATURWACHT MÖDLING (Beethovenwanderweg, Eichkogel, Überwachung des Naturparks) und BERGRETTUNGSDIENST ORTSSTELLE WIENERWALD SÜD bemühen sich in ihrer Freizeit die Ausflugsgebiete rund um Mödling zu pflegen und die wunderschöne Naturlandschaft zu erhalten. Dank erwartet sich ohnehin niemand, aber zumindest keine kontraproduktive "Mitarbeit".

  • Im Rahmen eines Naturparkstreifendienstes am 28.05.2021 wurden die Besatzung des BNW Einsatzfahrzeuges "Mödling 2" neuerlich mit Vandalismus konfrontiert. Der Futtersilo - einer von vielen, die von der Mödlinger Berg- und Naturwacht im Winter betreut werden - wurde vor der Abnahme noch schnell beschmiert. Er wurde deshalb noch leer hängen gelassen, um nach der schlechten Witterung der letzten Wochen auszutrocknen. Aber bei Bedarf war er immer gefüllt. Das mit Filzstift bewaffnete Subjekt hat mit Sicherheit nichts dazu beigetragen.

  • Jahrzehntelang betreuen die ehrenamtlichen Mitglieder der Bergrettung den Naturpark Föhrenberge. Eine der am wenigsten angenehmen Tätigkeiten ist das Entleeren der Mistkübel und die Entsorgung des oft stinkenden Inhalts der Mülltonnen. Wenn es aber "Menschen" gibt, die es als notwendig erachten, die Arbeit anderer zu zerstören, ist wohl zur Kenntnis zu nehmen, dass sie als "Gutmenschen" keine Heimatgefühle im Herzen haben - was hält sie aber noch in Österreich (?) -, aber mit Sicherheit haben sie nicht einmal Sch…. im Hirn!


 

Während die Gemeinden sich noch vorsichtig zurückhalten, hat sich die Mödlinger Berg- und Naturwacht während der gesamten Corona-Krise bemüht, ihre selbstgewählten Aufgaben zu erfüllen. Das war bzw. ist nicht leicht und wird es vorerst auch nicht sein. Ein riesengroßes Problem sind die „städtischen Corona-Zuwanderer“, die nicht nur das Naturschutzgebiet Eichkogel, sondern auch den Naturpark okkupiert haben und dort scharenweise auf ihre Art auftreten, dabei den Erholungsraum stellenweise vermüllen, die Hunde freilaufen lassen und das Wild beunruhigen. Rücksichtnahme, was ist das?

Um den Lebensraum für Mensch und Tier halbwegs intakt zu halten, bedeutet das auch für uns sehr viel Arbeit, die natürlich ehrenamtlich verrichtet wird, allerdings sehr oft ohne Dank.

Nun wagen sich aber langsam auch wieder die Gemeinden an das Thema „Frühjahrsputz“ heran. Am 13.03. haben wir an der ersten gut organisierten Veranstaltung in Vösendorf teilgenommen und festgestellt, dass es sehr wohl Möglichkeiten gibt, einerseits Ansteckungsgefahr zu vermeiden und andererseits sich gleichzeitig weitgehend ungefährdet im Freien zu betätigen. Die Aktion war ein voller Erfolg.

Bild 1 und Bild 2: Einsammeln der "Autofahrer*innen-Spenden" rechts und links der Umfahrungsstraße
Bild 3 und Bild 4: Ende einer erfolgreichen Sammeltätigkeit und kurze Rast vor der Heimfahrt

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Fotos:  BNW MD B.Wiederkum, K.Lenk